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Burgenland
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Kronen Zeitung

am 20.10.

AUFREGUNG IM AMATEURFUSSBALL

„Das ist ein Stich in die Brust der Vereine“

Kronen Zeitung
Die gestern von der Bundesregierung verlautbarten neuen Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-Pandemie zogen einen lauten Aufschrei durchs ganze Land nach sich, bedrohen den Amateurfußball in seiner Existenz. „Das ist ein Stich in die Brust der Vereine“, formuliert es Neusiedls Manager Lukas Stranz drastisch...

... und spricht damit wohl vielen Funktionärskollegen landauf, landab aus der Seele. „Der nächste von etlichen Tiefschlägen“, beschreibt Stranz die ab Freitag geltenden, neuen Auflagen, von denen die Einstellung des Kantinenbetriebs die einschneidendste ist: „Das kostet uns einen fünfstelligen Betrag – ich stehe vor einem absoluten Rätsel, wie das wettzumachen sein soll.“
Stranz vermisst vor allem die Verhältnismäßigkeit, stellt sich etwa die Frage, warum man plötzlich im Freien nichts mehr konsumieren dürfe. Zumal sich viele Vereine in den letzten Wochen auf die Situation eingestellt haben und zum Teil mit hohem Aufwand etwa Zeltstationen aufbauten, um ausschenken zu können.

Kein Blatt vor den Mund nimmt sich auch Siegendorfs Präsident Peter Krenmayr: „De facto ist das ein Lockdown für den Amateurfußball, wirtschaftlich sinnlos und führt direkt in den Ruin für viele Vereine!“ Schon durch die Maskenpflicht verliere man „bis auf die Hardcore-Fans viele Zuschauer und durch das Verbot des Kantinenausschanks gehst du als Verein pleite.“

Jedes Spiel ein Minus
Krenmayr rechnet vor: „Ein Landesligaspiel kostet ca. 1000 Euro, dazu kommen 350 für Schiedsrichter – dem stehen bei 120 Zahlenden etwa 1000 Euro Einnahmen gegenüber, das ergibt pro Spiel ein Minus von 300 bis 400 Euro.“
Stranz sieht jetzt die Politik gefordert: „Ich hoffe, dass alle rasch aufwachen, es entsprechend Unterstützung gibt. Denn bislang ging das in der Praxis am Ziel vorbei.“